BOHATI RADIO – Nachrichten vom 22. Oktober 2026, 18:00 Uhr

LÄNDER FORDERN STROMSTEUERSENKUNG FÜR ALLE
Die Ministerpräsidentenkonferenz hat am Donnerstag in Berlin einstimmig eine schnellstmögliche Senkung der Stromsteuer für alle Verbraucher gefordert. Die Bundesregierung soll dafür die finanziellen Voraussetzungen schaffen. Bislang profitieren vor allem Industrie, produzierendes Gewerbe sowie Land- und Forstwirtschaft von der Ermäßigung. Ein Termin für die Ausweitung auf Privathaushalte und weitere Unternehmen steht nicht fest.

MERZ UNTERSTÜTZT EU-PERSPEKTIVE DES WESTBALKANS
Bundeskanzler Friedrich Merz hat den sechs Westbalkanstaaten beim Gipfel des Berlin-Prozesses in Montenegro Unterstützung auf dem Weg in die Europäische Union zugesagt. Zugleich forderte er weitere Reformen und politischen Willen der Beitrittskandidaten.

RUSSISCHE ANGRIFFE AUF KIEW
Russland hat die ukrainische Hauptstadt Kiew in der Nacht mit Raketen angegriffen. Nach Angaben ukrainischer Behörden wurden mindestens vier Menschen getötet und Dutzende verletzt. Auch Wohnhäuser und Energieanlagen wurden getroffen. Zuvor hatte US-Sondergesandter Steve Witkoff mit Russlands Präsident Wladimir Putin gesprochen. Moskau erklärte sich grundsätzlich zur Wiederaufnahme dreiseitiger Verhandlungen mit der Ukraine und den USA bereit. Ein Termin steht nicht fest.

ÖLPREIS NACH ANGRIFFEN IN SAUDI-ARABIEN GESTIEGEN
Nach Angriffen auf Ziele in Saudi-Arabien, darunter ein Flughafen in Dammam, stieg der Preis für Nordseeöl der Sorte Brent am Donnerstag zeitweise auf mehr als 112 US-Dollar je Barrel. Die USA ordneten wegen der Sicherheitslage den Abzug eines Teils ihres diplomatischen Personals an. Die Urheberschaft der einzelnen Angriffe war zunächst nicht in allen Fällen gesichert.

IWF ERWARTET WIRTSCHAFTSRÜCKGANG IM NAHEN OSTEN
Der Internationale Währungsfonds erwartet für 2026 einen Rückgang der Wirtschaftsleistung im Nahen Osten, in Nordafrika und Pakistan um 1,3 Prozent. Als Hauptursachen nennt er die Folgen des Krieges gegen Iran für Energieproduktion, Schifffahrt, Handel und Tourismus. Für 2027 prognostiziert der Fonds eine Erholung, warnt aber vor erheblichen Risiken.