Neue Ukraine-Gespräche in Russland – Frankreich verlängert Ausgangssperren – AfD und BSW in Sachsen-Anhalt – Ölpreise steigen erneut

Nachrichten | Mittwoch, 21. Oktober 2026 | Recherchestand: etwa 04:15 Uhr

Ukraine: US-Sondergesandter Witkoff vor Gesprächen mit Russland

Nach Gesprächen mit dem ukrainischen Präsidenten Wolodymyr Selenskyj in Oslo will der amerikanische Sondergesandte Steve Witkoff am Mittwoch, dem 21. Oktober, mit der russischen Führung sprechen.

An den Beratungen in Norwegen nahmen neben Selenskyj Vertreter der Vereinigten Staaten sowie die Regierungschefs Norwegens und Finnlands teil. Nach amerikanischen Angaben wurden Fortschritte bei der Abstimmung über mögliche weitere Verhandlungen erzielt.

US-Präsident Donald Trump fordert von der Ukraine weiterhin eine Einigung mit Russland. Konkrete Vereinbarungen über ein Kriegsende liegen bislang nicht vor.

Unterdessen hat US-Außenminister Marco Rubio eingeräumt, dass zugesagte Luftabwehrmunition möglicherweise noch nicht an die Ukraine geliefert wurde. Er bestritt allerdings, dass eine Verzögerung politisch beabsichtigt sei.

Quellen: Reuters – Gespräche und geplante Russlandreise · Reuters – Rubios Stellungnahme zur Luftabwehr

Frankreich: Ausgangssperren nach Ausschreitungen verlängert

Nach den schweren Ausschreitungen der vergangenen Tage haben die französischen Behörden örtliche Ausgangssperren in mehreren Städten verlängert.

Die Maßnahmen sollen neue Gewalttaten, Plünderungen und Angriffe auf öffentliche Einrichtungen verhindern. Auch in Paris bleiben einzelne Bereiche von besonderen Sicherheitsvorkehrungen betroffen.

Die französische Regierung macht unter anderem gewaltbereite linksextreme Gruppen für einen Teil der Ausschreitungen verantwortlich. Über die politischen und gesellschaftlichen Ursachen wird weiter gestritten.

Eine vollständige behördliche Auswertung über die Beteiligung unterschiedlicher Tätergruppen liegt nicht vor.

Quellen: Reuters Connect – Internationale Berichte zu den verlängerten Ausgangssperren · Reuters – Frankreich und politische Folgen

Sachsen-Anhalt: AfD will Zusammenarbeit mit BSW schriftlich regeln

Die AfD in Sachsen-Anhalt will ihre Zusammenarbeit mit dem Bündnis Sahra Wagenknecht nach der Landtagswahl schriftlich regeln.

Das wurde am Dienstag, dem 20. Oktober, bekannt. Eine solche Vereinbarung soll die Zusammenarbeit zwischen beiden Parteien verbindlicher gestalten. Über die konkreten Inhalte einer endgültigen Vereinbarung liegen noch keine gesicherten Angaben vor.

Ebenfalls am Dienstag wurde eine Entscheidung des Oberverwaltungsgerichts bekannt: Das Gericht bestätigte in einem konkreten Fall den Entzug eines Jagdscheins und einer Waffenbesitzkarte bei einem AfD-Mitglied in Sachsen-Anhalt.

Beide Entwicklungen betreffen die aktuelle Landespolitik beziehungsweise die Rechtsprechung in Sachsen-Anhalt.

Quelle: MDR Sachsen-Anhalt – Nachrichtenübersicht mit den Meldungen vom 20. Oktober

Wirtschaft: Ölpreise steigen am frühen Mittwochmorgen

Die Ölpreise sind am frühen Mittwoch erneut gestiegen. Nach einem Reuters-Bericht kostete ein Barrel Rohöl der Sorte Brent zeitweise rund 109,64 US-Dollar.

Hintergrund sind Sorgen über die Sicherheit der Energieversorgung im Nahen Osten. Iranische Medien berichteten unter Berufung auf die Revolutionsgarden über einen Zwischenfall mit einem Öltanker südlich der Straße von Hormus.

Zugleich bleiben Angriffe auf Schiffe und mögliche Störungen der Transportwege im Roten Meer ein Risiko für den internationalen Handel.

Die Entwicklungen können die Energiepreise und damit auch Produktions- und Transportkosten beeinflussen.

Quelle: Reuters / MarketScreener – Ölmarkt am 21. Oktober 2026