INSA-Bundestagsumfrage: AfD mit 29 Prozent vorn – Union bei 18 Prozent
BOHATI RADIO | Umfragen und Datenanalyse | Stand: 17. Oktober 2026
Die politische Stimmung in Deutschland zeigt erhebliche Verschiebungen gegenüber der Bundestagswahl 2025. In der jüngsten INSA-Erhebung vom 17. Oktober liegt die AfD mit 29 Prozent deutlich vor der Union, die nur noch 18 Prozent erreicht.
BOHATI RADIO hat die Zahlen in vier eigenen Grafiken aufbereitet. Sie zeigen nicht nur den aktuellen Stand, sondern auch die Entwicklung über mehrere Monate und die möglichen Auswirkungen auf die Sitzverteilung im Bundestag.
Die aktuellen Kräfteverhältnisse
Die AfD führt mit 29 Prozent. Auf Platz zwei folgt die CDU/CSU mit 18 Prozent. Dahinter liegen die Grünen mit 14 Prozent, die SPD mit 13 Prozent und die Linke mit 11 Prozent.
FDP und BSW erreichen jeweils 4 Prozent und würden damit an der Fünf-Prozent-Hürde scheitern, sofern keine Ausnahme greift. Die sonstigen Parteien kommen zusammen auf 7 Prozent.
Gegenüber der INSA-Vorumfrage vom 13. Oktober verliert die AfD einen Prozentpunkt. CDU/CSU, SPD und FDP geben jeweils einen halben Punkt ab. Die Linke gewinnt einen Punkt hinzu.
Zehn Monate: Die Union verliert deutlich
Besonders aufschlussreich ist der längerfristige Vergleich.
Am 3. Januar 2026 stand die AfD bei INSA bei 26 Prozent, die Union bei 25 Prozent. Am 17. Oktober beträgt das Verhältnis 29 zu 18 Prozent.
Während die AfD über diesen Zeitraum drei Prozentpunkte hinzugewinnt, verliert die Union sieben Prozentpunkte. Der Abstand wächst damit von einem auf elf Punkte.
Unsere Verlaufsgrafik zeigt dafür 83 einzelne INSA-Erhebungen zwischen Januar und Oktober 2026.
Vergleich zur Bundestagswahl 2025
Noch deutlicher werden die Veränderungen beim Vergleich mit dem Wahlergebnis vom 23. Februar 2025.
Die CDU/CSU erreichte damals 28,5 Prozent. Ihr aktueller INSA-Wert liegt 10,5 Prozentpunkte darunter.
Die AfD kam bei der Bundestagswahl auf 20,8 Prozent. Ihr heutiger Umfragewert liegt 8,2 Punkte darüber.
Auch bei anderen Parteien gibt es Unterschiede: Die Grünen liegen 2,4 Punkte über ihrem damaligen Wahlergebnis, die Linke 2,2 Punkte. Die SPD liegt 3,4 Punkte darunter.
Welche Koalitionen hätten rechnerisch eine Mehrheit?
Auf Grundlage dieser Umfrage ergibt die theoretische Sitzberechnung bei 630 Bundestagsmandaten folgende Verteilung:
AfD 215 Sitze, CDU/CSU 133, Grüne 104, SPD 96 und Linke 82 Sitze.
Für eine parlamentarische Mehrheit wären mindestens 316 Mandate erforderlich.
AfD und CDU/CSU kämen zusammen auf 348 Mandate. CDU/CSU, Grüne und SPD würden 333 Sitze erreichen.
Die Kombination aus CDU/CSU und SPD käme dagegen lediglich auf 229 Sitze und verfehlte die Mehrheit um 87 Mandate.
Diese Zahlen beschreiben ausschließlich rechnerische Möglichkeiten. Ob entsprechende Bündnisse politisch denkbar sind, steht auf einem anderen Blatt.
Was Wahlumfragen aussagen – und was nicht
INSA befragte im Auftrag von BILD am Sonntag zwischen dem 12. und 16. Oktober 2026 insgesamt 1.206 Wahlberechtigte telefonisch und online.
Umfragen bilden die politische Stimmung zum Zeitpunkt der Befragung ab. Sie sind keine Vorhersage des nächsten Wahlergebnisses. Kleinere Veränderungen können innerhalb der statistischen Unsicherheit liegen.
BOHATI RADIO wird Wahlumfragen deshalb nicht nur als Momentaufnahme, sondern auch im zeitlichen Vergleich betrachten. Denn erst die längerfristige Entwicklung lässt erkennen, welche politischen Veränderungen sich über einzelne Erhebungen hinaus abzeichnen.
Quellen und Datengrundlage: INSA-Umfrage vom 17. Oktober 2026. Daten von dawum.de unter der Open Database License (ODbL). Grafiken und redaktionelle Aufbereitung: BOHATI RADIO.


